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Historische Grundlage des kaiserlichen Landsknechtshaufens zu Laiz

Das Jahr 1632 und die Befreiung Sigmaringens von den Schweden während des Dreissigjährigen Krieges sind die historische Grundlage des Laizer Landsknechtstreibens.

Aus der Chronik der Ortschaft Laiz geht hervor, dass in der Zeit von 1623 bis 1633 die Truppen Gustav Adolfs von Schweden, das Heer des Herzogs Bernhard von Weimar und die kaiserlich wallensteinschen Landsknechte Kaiser Ferdinands II. ihren Einzug gehalten hatten.
Nachdem der, zur protestantischen Union gehörende, Herzog Julius Friedrich von Württemberg sich mit dem Schwedenkönig Gustav Adolf verbündet hatte, bekam er von diesem für Truppen- und Materiallieferungen u. a. die katholische Grafschaft Sigmaringen geschenkt.
So kam es, dass Sigmaringen im Jahre 1632 eine württembergisch-schwedische Besatzung erhielt, die durch kaiserlichen Gegenschlag wieder vertrieben wurde.


Zeittafel des Dreissigjährigen Krieges (1618 - 1648)
 
 
1618
23. Mai
Prager Fenstersturz, Aufstand in Böhmen
1619
August
Ferdinand von Steiermark, bisher König von Böhmen, wird zum Kaiser gewählt (Ferdinand II.)
1620
8. November
Schlacht am Weissen Berg (bei Prag); Sieg der kaiserlichen Armee unter Tilly über die Böhmen
1621
April
Auflösung der protestantischen Union
1622
6. Mai
Sieg der Kaiserlichen bei Wimpfen
1623
6. August
Tilly besiegt Christian von Braunschweig bei Stadtlohn
1625
Juli
Wallenstein bildet für den Kaiser ein neues Heer
1626
Mai
Bauernaufstand in Oberösterreich wird durch General Pappenheim niedergeworfen
26. August
Tilly siegt über König Christian IV. von Dänemark bei Lutter am Barenberge
1627
Die Kaiserlichen unter Wallenstein und Tillys Ligatruppen erobern Mecklenburg, Pommern und Holstein.
1628
Januar
Wallenstein wird Herzog von Mecklenburg
1629
22. Mai
Frieden von Lübeck zwischen dem Kaiser und Dänemark
1630
Juli
König Gustav Adolf von Schweden eilt den Prostestanten zu Hilfe und fällt in Deutschland ein
13. August
Wallenstein wird durch den Kurfürstentag in Regensburg entlassen
1631
20. Mai
Tillys Truppen zerstören Magdeburg
17. September
Die Schweden gewinnen die Entscheidungsschlacht bei Breitenfeld
Dezember
Wallenstein wird erneut Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee und erhält durch die Vereinbarung von Göllersdorf weitreichende Vollmachten
1632
15. April
Tilly wird in der Schlacht bei Rain am Lech tödlich verletzt
16. November
In der Schlacht bei Lützen sterben der Schwedenkönig Gustav Adolf und Pappenheim
1633
23. April
Heilbronner Bund beschliesst die Fortsetzung des Krieges gegen die Kaiserlichen
1634
25. Februar
Wallenstein wird in Eger nach der Ächtung des Kaisers ermordet
6. September
Die Kaiserlichen gewinnen die Schlacht bei Nördlingen
1635
30. Mai
Der Kaiser und Sachsen schliessen den Prager Frieden
1636
4. Oktober
Die Schweden siegen bei Wittstock
1637
15. Februar
Nach dem Tod Ferdinand II. folgt ihm sein Sohn Ferdinand III.
1638
17. Dezember
Der protestantische Feldherr Bernhard von Weimar erobert Breisach nach langer Belagerung von Herzog Feria
1639
21. Oktober
Die spanische Flotte wird in einer Seeschlacht bei Dover vernichtet
1641
Dezember
Münster und Osnabrück werden als Tagungsorte für einen Friedenskongress bestimmt
1642
2. November
Sieg der Schweden über die an Zahl überlegenen Kaiserlichen bei Breitenfeld
1643
Mai
Beginn der Friedensverhandlungen in Westfalen
1645
5. März
Die Schweden besiegen die Kaiserlichen bei Jankau
3. August
Die Kaiserlichen verlieren bei Alerheim
1648
30. Januar
Die Niederlande und Spanien schliessen den Frieden von Münster
6. August
Vorfrieden zwischen dem Kaiser und Schweden
24. Oktober
Ende des Dreissigjährigen Krieges mit dem Westfälischen Frieden
 
 
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